MUNICH HARLEY FESTIVAL
Ironhorses & Leberkäs' - biker.de im heissen Süden
12. July 2011
62 Bilder
Alle anzeigen
Auf dem Eventgelände präsentiert sich zunächst die Händlermeile und verschiedene Bikeschmieden der Region. So ist unter anderen die „Kraftwerk“ GmbH vertreten, ein junges Team, das erst seit kurzer Zeit Custombikes unter diesem Label anbietet, aber bereits im vergangenen Jahr beim europäischen Custombike-Contest als Sieger hervorging und auf der Bikeshow von Kitzbühel den ersten Platz belegte.


Hauptact des Abends ist aber Roger Chapman, der gerade mit seiner alten Band durch Deutschland tingelt und dann um halb neun auf die Bühne kommt und guten alten Rock’n Roll zum besten gibt.


Die gute Laune wird durch Blitz und Donner und heftige Regenfälle hinweg geschwemmt, ein Open Air Konzert macht nur Bock bei gutem Wetter.
Samstag 9. Juli. Über München strahlender Sonnenschein - Kaiserwetter für Biker.
Als wir gegen 16 Uhr im Hausler Hof ankommen, herrscht dort bereits Bombenstimmung. Der Biergarten ist vollbesetzt, die Leute sind gut drauf, auf der Bühne drehen sich zwei hübsche Osteuropäerinnen leicht bekleidet um die Stangen, Musik gibt es live auf mehreren Bühnen. Und dann kommt wieder Rainer Schwarz und quält seine Bikes zur erneuten Begeisterung der Zuschauer. Nachahmenswert ist seine Stuntshow für den Durchschnittsbiker nicht, da braucht es schon etwas Übung.

Kaum ist die Mainstreet frei, donnern die Harleys der Banditen und Hells Angels auf's Festgelände. Nicht getrennt oder verfeindet, sondern in gemischter Formation, ein noch nicht fest eingeprägtes Bild, denkt man an die Meinungsverschiedenheiten der beiden MC’s vor noch nicht all zu langer Zeit. Und wer bis heute geglaubt hat, das alles wäre reiner Medienrummel gewesen, muss sich eines Besseren belehren lassen, denn es herrscht eine ausgelassene fast freundschaftliche Atmosphäre zwischen den ehemaligen Erzrivalen.

"Der liebe Gott liebt die Biker und Bayern - here comes...Suzi Quatro!" angekündigt, die dann auch sofort von Null auf Hundert aus voller Röhre beginnt. Jugendlich fit, eben ein echtes Powergirl gibt die Popikone der späten Siebziger Gas und alles ist so wie damals, vielleicht sogar noch einen Tick besser.

Nach gut 1 ½ Stunden ist ihr Auftritt vorbei - es blieb gottgewollt trocken, während sich über der 20 km entfernten bayrischen Hauptstadt ein weiteres Gewitter austobt, aber die Münchener sind halt auch nicht durchgehend Bayern - so kann's halt kommen.
Die Party geht noch bis in den späten Abend und man kann das zweitägige Munich Harley Festival ohne Abstriche als ein gelungenes Bikerfest betrachten, was auf jeden Fall wiederholenswert ist. Schaun wir mal, was die Zukunft bringt, oder ob staatliche oder amtsbesessene Spassverderber der Bikerszene erneut die rote Karte zeigen - einen Grund dafür gäbe es nicht.
Henning Rielinger / Gekko
_______________________________________________________
weitere Artikel:
Munich Harley Festival 8. und 9. Juli 2011
Harley-Davidson Mountain Roadeo in Ischgl
Vom 28.bis 31.Juli 2011
HAMBURG HARLEY DAYS 2011
biker.de war dabei
Harley Culture
Die schönsten Bikes der Hamburg Harley Days 2011
HDC-CATALUNYA – 21. INTERNATIONALES HARLEY DAVIDSON TREFFEN
Mallorca Bike Week 2010 - Das Event
2 Benutzern gefällt dies.Gefällt mir
Kommentare
MEIN BIKER.DE
MEIN BIKER.DE
[Anzeige]





Fand ich gar nicht so toll, die Event-Organisation was bad.
Zahlten für einen Tag 25,00 € und schliefen im Zelt. Nächster Tag war Abreise geplant aber erst nach Kaffee und sooo. Kaffee und Kloo am nächsten Tag i.d. Früh sollte von uns nochmal bezahlt werden (25,00 €). Hey, der Tag hat 24 Std. Nie wieder! Zeitgleich Pullmann City!! Yeah
Na zugegeben, ich war am Freitag erst sehr spät und am Samstag etwas früher so gegen 20 Uhr auf dem Festgelände. In meiner Erinnerung ist die zweite Hälfte des Suzi Quatro Gigs im Regen untergegangen und ich fand sie stimmlich eher schwach, da kam mir Roger Chapman eher wie früher vor. Aber wir werden alle nicht jünger, vielleicht täuscht mich ja auch schon meine Erinnerung. Es war jedenfalls ganz gut organisiert und der Regen konnte die Simmung nicht ganz wegwaschen, weil es viel überdachten Platz gab, eine ansprechende Location also. Keiner Schwachpunkt war für mich, daß die beiden Zufahrten zum Gelände so ungünstig aufgeteilt waren. Während die Autos den geteerten Weg fuhren, durften die Moppeds über eine Schotterstrecke fahren, was nachts bei Regen mit der dramatischen Beleuchtung mancher Harley schon lustig war. Aber das hat natürlich auch sein gutes. Mit diesem Training könnte ich sicher auch die facettenreiche Route des Grandes Alpes mit meinem 0,4 Tonner befahren. ;-)
Ansonsten sehr schön, die Berichte über Events.
Starglider