Hubraum

30. September 2011 Der Hubraum, bzw. das Hubvolumen bezeichnet das Arbeitsvolumen eines Hubkolbenmotors, das sich aus dem Hub im Arbeitsweg der/des Kolben zwischen oberem und unteren Totpunkt, sowie dem Durchmesser der Bohrungen (Kolbenquerschnittsfläche) ergibt.

Je nachdem, ob der Kolbenhub größer oder kleiner als der Durchmesser des Zylinders ist, spricht man von einem Langhuber (oder überquadratisch) oder einem Kurzhuber (unterquadratisch).

Ist das Verhältnis gleich, spricht man von einem quadratischen Verhältnis.

Kurzhuber ermöglichen aufgrund der größeren Kolbenfläche die Verwendung von größeren Ventilen. Sie sind drehzahlfester und ermöglichen hohe Leistungen pro Liter Hubraum. Sie werden daher bei den meisten Motorrädern verwendet.

Langhuber ermöglichen hingegen eine bessere Brennraumgestaltung und erreichen aufgrund der dadurch ebenfalls besseren Verbrennung einen höheren Wirkungsgrad.

Hubraum, Leistung und Drehmoment stehen in Verhältnis zueinander. Generell gilt: je größer der Hubraum, desto größer das mögliche Drehmoment.

Verteilt sich der Hubraum jedoch auf mehrere Zylinder und ist kurzhubig ausgelegt, so wird die Leistung aufgrund der höheren möglichen Drehzahl steigen, das Drehmoment im Verhältnis aber sinken, da die bewegten Massen kleiner sind.

Eine Pi-mal-Daumen-Formel besagt: das maximale Drehmoment (in Nm) erreicht bei Saugmotoren etwa ein Zehntel des Hubraumes (in cm3). Der Wert kann dabei bis zu +/- 15 % abweichen, in der Regel eher nach unten.

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