BIKER’S MADE IN USA

17. April 2012

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Die Begriffe Biker, Motorcyclist, Rocker, Outlaw, Onepercenter stammen alle aus dem Amerikanischen. Die Engländer hatten in den späten 60er und 70er Jahren die Mods und Rocker. In Deutschland wurde die Begriffswelt der motorradfahrenden Menschen weitgehend aus dem Englischsprachigen übernommen. Viele der Begriffe sind in der gutbürgerlichen Gesellschaft negativ belegt, da sie mit Ereignissen in Zusammenhang gebracht werden, die sich 1947 im kalifornischen Hollister abspielten, wo Biker der Boozefighters Unruhe stifteten und die Bürgerschaft verschreckten. Die amerikanische Motorradfahrervereinigung AMA beschwichtigte die Leute indem man die Vorfälle auf nur 1% aller Motorradfahrer zurückführte, wodurch der Begriff Onepercenter geboren wurde.




Fotos: Life Magazin 1947

Die Bikerszene der USA ist immernoch vielschichtig. Die USA sind die Wiege der großen Motorcycleclubs- die Boozefighters, die Hells Angels, die Outlaws, die Pagans, die Mongols und die Bandidos kommen von dort. Aber all diese bekannt berüchtigten Motorradgangs machen letztendlich nur einen kleinen Prozentsatz unter den US-amerikanischen Bikern aus, worauf sie jedoch stolz sind.
Der durchschittliche Ami-Biker ist jedoch anders. Die Großzahl fährt Fulldresser und Tourer, denn in Amerika sind die Entferenungen halt einfach weiter und da fährt man gern bequem und voll aufgesattelt, mit Musik aus Stereolautsprechern, dünnem Kaffee aus Bechern, die in besonderen Halterungen platziert sind. Dafür muss man in den meisten Staaten keinen Helm tragen, was wohl an der Höchstgeschwindigkeit von 65 Meilen auf Highways und bis zu 75 Meilen auf Autubahnen liegt.
Und wenn heute auch fast jeder Harley Davidson Biker in den USA tätowiert ist, viele bärtig daherkommen und so mancher bewußt abgewetzt aussieht, ist die Szene doch recht friedlich auch wenn der erste Eindruck angsteinflößend sein kann- das gehört einfach zum Image der HD-Biker-Szene.



Die meisten dieser US-Boys ähnelt sich dann auch im Alter, das so bei Mitte 50 liegt und in der Gewichtsklasse, die bei mehr als 100kg liegt.
Ausgestattet sind US-Biker mit ihrer „Old Lady“ , die auf dem Rücksitz hängt und dem zuvor beschriebenen gleichkommt.
Trinken tun die US-Biker viel, jedoch ist der Stoff dünnflüssig und nennt sich Bud Light, Cors Light oder Millers Light- Bier, was eigentlich zu nichts führt außer dem häufigen Gang zur Toilette. Trinken in der Öffentlichkeit oder auf der Strasse ist verboten.
Essen tut der US-Biker auch viel- am häufigsten Fast Food in Form von Pizza, Hamburgern oder Waffeln, die es in unzähligen Fast Food Buden wie Mc Donnalds, Burgerking, Wafflehouse, Taco Bell, Subway und anderen gibt.
Auf Events liebt der US-Biker Country- und Rockmusik, Wet-T-Shirt- und Bikinicontest- auch Tabledance- doch der ist in der Öffentlichkeit auch verboten, ebenso wie ein guter Striptease.
Dafür gibt es auf Events die Kellnerinnen mit dicken Titten aus Silicon, die nur leicht vehüllt sind oder deren Nippel getapet sind. Mit denen läßt sich der US-Biker gern für ein paar Dollars Tip fotografieren. Für biker.de habe ich mich geopfert und bekam noch einen Jägermeister on top.



Egal, bei so viel Fahrspass in den USA spielt es letztlich keine Rolle, welches Gewicht von Biker und Bike auf die Strasse gebracht wird- Hauptsache heavy!

Text & Farbfotos: Henning Rielinger
S/W-Fotos Life Magazin, Hollister 1947



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