Portrait: Jürgen Hellekes Freakie
10. October 2011
Es gibt immer wieder Momente im Leben eines Bikers, wo du sagst: „Whouuuu!“ was für ne geile Karre!
So ging es mir, als ich Jürgen Hellekes Bike El Carro sah und sofort fragte: "Mann Digger, wer hat denn dieses geile Teil geschraubt?"
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Die Antwort kam postwendend und lautete kurz und bündig: Das hab ich gebaut - und so war natürlich meine Neugierde geweckt und ich wollte mehr wissen über die Dinge, die da noch passieren - und war erstaunt!
In der Nähe von Darmstadt schraubt Jürgen seine Bikes. Sein Laden heißt „Freakie“ und so sehen sie aus die Customs, die teils „veredelt“, „verändert“, oder völlig neu gestaltet werden: nicht trendy im Sinne von den Standards, nach denen noch immer auf internationalen Bikeshows Bikes bewertet und prämiert werden, sondern einzigartig und oft etwas schräg, nicht nur was die Rakes angeht, sondern das Gesamtkonzept, halt freakie.
Fuckin’ Krautz mit Walküre
Jürgen, Jahrgang 1967, baut seit Dezember 2003 Custombikes unter dem Freakie- Lable. Von Anfang an war es sein Ziel, gleichgesinnten Bikes zu verpassen, die sich von momentanen Trends absetzen - Old School ohne Chrom und Schnick Schnack könnte man seine Line nennen.

So erzählt er mir, dass er auf einem Griechenlandtrip auf einen dort auf dem Pelleponeos lebenden Holländer traf, der zwar ein „linientreues“ Bike fuhr, an dem eigentlich nicht viel auszusetzen war, was aber zu chromie war - und so entstand bei einigen eiskalten Amsteln die Idee dem Teil ein etwas anderes Outfit zu verpassen. Eine Feldpostbriefmarke von Rommel Afrika Korps brachte die Jungs dann auf die Idee dem Bike eine Art Wüstencover zu verleihen. Fazit war: das Bike wurde sandfarben-matt lackiert, der Tank erhielt die Palme des Afrika-Korps und das Projekt wurde Greece Corps genannt - das geht in Griechenland - Rommel ist ja mittlerweile rehabilitiert, also: why not.

Seine Werkstatt nennt er „Freakie-Town“. Sie ist eher vergleichbar mit den Schrauberbuden der Custom-Pioniere in Kalifornien in den 50er und 60er Jahren, wo nicht die Präsentation der Räumlichkeiten wichtig war, sondern der Output an speziellen Bikes, die den Ridern Spass machen sollten.

Zu seinen Kunden unterhält er freundschaftliche Kontakte und für seine Freund gibt es den jährlichen „Freakie-Day“, wo Party machen im Mittelpunkt steht.

Und nach den „Feiertagen“ geht’s wieder ans Werk. Auch der Meister braucht ab und an einen neuen Bock und so entstand die „El Carro“
El Carro
Neulich war Jürgen hier auf Malle, feierte Geburtstag und das schöne Wetter. Doch gleich, nachdem er zurück war in old Germany, packte er wieder an. Sein Motto: An coolen Tagen läßt’s sich besser angehen.
Mail: mod0815@aol.com
Freakie Motorcycles,
Rheinstrasse 4,
64560 Riedstadt/Erfelden
Shop: 06158 823672
Mobil: 0173 3403568
Text: Henning Rielinger
Fotos: Freakie Motorcycles
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