Portrait: Rick’s Motorcycles

11. November 2011 Wie bei den meisten Customizern fing auch bei Patrick „Rick“ Knörzer alles mit seinem Hobby, dem Motorradfahren an. Schon früh importierte der Baden-Badener Bike Parts aus den USA, um sie in Deutschland weiter zu verkaufen, oder in eigenen Bikes zu verbauen.


Doch das sollte sich ändern, als Rick seine eigenen Räder entwickelte, sie TÜV-tauglich machte und auf dem Aftermarket anbot. Seinen Durchbruch hatte er mit seinen dreiteiligen Rädern, deren technische Ursprünge bei Rädern aus dem Autorennsport zu finden waren. Mit der ihm zuzuschreibenden „State of the Art“-Technologie stellt Rick’s heute weiterhin seine „Dreiteiler“ her, ist aber auch mit seinem neuen Konstrukt, dem einteiligen geschmiedeten Rad aus hochvergütetem Aluminium auf dem Custommarkt.


Rick’s brandneues einteiliges Billet-Wheel im „Rodder“-Design. Hot-Rod Look wie von den Rennen von den Bonneville Salt Flats. Diese Felge passt zu fast allen Bikes, ob Bobber, Chopper oder Oldstyle. Aber an Lowridern und Hitec-Bikes wird dieses Rad zum absoluten Hingucker - dazu passend das Pulley im gleichen Look.

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1994 wurde in Baden-Baden Rick’s Motorcycles gegründet, das 2004 in das „House of Customs“, einem Highendbuilding mit rund 2400 qm Präsentationsfläche und Working Area einzog. Hier entstehen auf Basis von Harley Davidson Modellen Rick’s Motorcycles.

Längst hat sich das mittlerweile auf 28 Mitarbeiter angewachsene Team auf individuelle Komplettlösungen beim Bikebau spezialisiert. Bei Rick’s bekommen Harleys das absolute High-Ed-Finish: Tief-Breit-Edel und manchmal ein wenig „böse“. Rick’s bietet seinen Kunden beim Umbau des Hinterteils einer Harley Davidson verschiedene Lösungen mit unterschiedlichen Breiten an. Gern verwendet er das von ihm entwickelte Umlenksystem, das hinter dem Primärantrieb verbaut wird und dafür sorgt, dass der Belt sehr dicht an Rahmen, Schwinge und Rad vorbeiläuft. Dabei kann dann auf Versatzstücke (Spacer) verzichtet werden, was das Bike und insbesondere die Kurbelwelle stabilisiert. Für diese Innovation bekam die Customschmiede 2009 den Preis „Custompart des Jahres“.



Aber auch andere Bikes mit Teilen - meist Rädern - von Rick’s Motorcycles erhielten internationale Ehrungen. So wurde das von Fred Kodlin auf der Daytona Bike Week vorgestellte Motorrad mit dem James Bond Film Titel „The world is not enough“ Winner bei der Rat’s Hole Show des weltweit größten Harley Davidson Events - die Räder kamen von Rick’s.
Andere namhafte Customizer, wie Marcus Walz oder die Bike Farm greifen immer wieder gern auf Rick’s Räder zurück. Sie wurden in den Bikes für Michael Schuhmacher, Kimi Räikkönen und letztlich auch beim neuen Formel 1 Weltmeister Sebastian Vettel verbaut.

Von amerikanischen Bikeshows hält Rick allerdings wenig. "Klar ist die Show in der Rat’s Hole auf der Daytona Beach Bike Week ein Zuschauermagnet, aber Geld verdient hat da noch keiner und reich geworden sowieso nicht. Du verbrennst Geld, wenn du dorthin gehst.
Da sind mal schnell über 100.000 € weg, für ein neues Bike und das ganze Drum herum. Die Amerikaner sind auch was Bikes, insbesondere das Kultobjekt Harley Davidson angeht, absolute Nationalisten - die verbauen fast nur Teile vom Amimarkt und das nicht nur, weil die billiger sind, sie sind halt amerikanisch und Punkt. Made in Germany und die damit verbundene Qualität spielt da halt keine Rolle und der normale Biker im Amiland weiß ohnehin nicht, was außerhalb des Landes abgeht."

So ist Rick mit seinen Bikes immer auf den großen Harley Davidson Events in Europa mit mehreren Bikes vertreten. Seit Jahren ist er am Faaker See in Kärnten auf der European Bike Week und bis jetzt hat er keine Mallorca Bike Week ausgelassen.


Rick mit V-Rod 2004 am Faaker See (oben) Mallorca Bike Week 2011 (unten)



Seit 2011 ist Rick’s Motorcycles auch offizieller Harley Davidson Dealer. Ob sich beide Segmente, die Custombikes und die Originalmodelle der Company, vertragen bejaht Rick. "Wir haben bei allen unseren Umbauten Harley Davidsons als Basis. Rahmen und Motorisierung bleiben grundsätzlich erhalten und darauf kann auf- oder umgebaut werden." Da Rick’s auch schon immer den Service für Harleys im Programm hatte, kommen Interessenten nicht nur zu ihm, um sich ihre Harley umbauen zu lassen, sondern auch zu Wartung und Reparatur. So gibt es jede Menge Kunden, die sich dann auch ein neues Modell anschaffen möchten - ein späterer Rick’s-Umbau ist ja nicht ausgeschlossen.



Nach 15 Jahren Rick’s Motorcycles hat sich das House of Customs fest in der deutschen Customizerszene etabliert. Seine technischen Innovationen und sein Raddesign sind nicht mehr wegzudenken und Rick’s hat mit seinem Stil Trends gesetzt. Natürlich wurde anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Firma auch ein entsprechendes Bike kreiert:




Rick’s "House of Custom" fertigt und vertreibt in Baden-Baden auf mehr als 2.400 Quadratmetern Customparts und Individual-Lösungen für Motorrad-Umbauten aller Art: Designräder, Bremsanlagen, Antriebspulleys, Schutzbleche, Öl- und Benzintanks, Hinterradschwingen und vieles mehr. Umfangreiche Roh- und Fertigteile-Lager garantieren
die Lieferfähigkeit der gesamten Produktpalette – und schnelle Realisierung von Sonderteilen. Eine eigene Spezialwerkstatt fertigt Motorrad-Einzelstücke in meisterhafter Qualität.
Im "House of Custom" integriert befindet sich eine Poliererei und einer der besten Airbrush-Spezialisten Europas: Wild Air Hörby.


http://www.ricks-motorcycles.d​e​
info@wheelsforwinners.com
Rick´s Motorcycles GmbH
Flugstrasse 1
D-76532 Baden-Baden
Tel.: +49 7221 3939-0


Text: Henning Rielinger
Fotos: Rick’s Motorcycles
Fotos: Mallorca Bike Week: Henning Rielinger



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