Thema: Batterieladegeräte

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Mopedjeck Erstellt am Di 05.01.2010
Es war einmal....
nachdem ich an meiner alten Zepyhr die Batterie nachgeladen hatte und danach gar nix mehr ging, weiß ich, das Batterien aufladen etwas spezielles hat!
Nach dieser Erfahrung bekam ich ein kleines Ladegerät, wobei mir heute noch übel wird, wenn ich an den Preis denke. Es sah aus wie echte Handarbeit. Ein kleines Kunststoffgehäuse das vergossen ist, Kabel rein, Kabel raus, zwei Leuchtdioden.
Mit diesem Ding habe ich sogar eine riesen Batterie von meinem alten Diesel wieder zum Leben erweckt.
Was gibt es den nun an Lohnenswerten Geräten, oder auf was soll man achten, wenn man sich ein Ladegerät anschafft? Leider kann ich auf meinem Ding nix mehr lesen. Somit kann ich leider nicht den Hersteller sehen und weiß auch nicht mehr wo es herkommt.


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Flugzeugentfuehrer Erstellt am Di 05.01.2010
Zum normalen Aufladen langt ein 5€-Billigteil aus dem Zubehör und ne Nacht Zeit. Bei ner größeren Batterie empfiehlt sich ein Gerät mit etwas größerem Ladestrom.
Für tiefentladene Batterien sollen sog. Impulsladegeräte manchmal die Rettung bringen können. Habe mit einem Gerät von einem großen Discounter bisher recht zufriedenstellenden Ergebnisse erzielt.
Zu was die High-Tech-Geräte von POLO und Co. fähig sind kann ich nicht sagen. Kann mir aber nicht vorstellen, daß es lohnt, mehr als 30-40€ auszugeben.
Übrigens: War auch skeptisch, aber wollte es wissen.....Gibt da ein Batterie-Additiv. Soll die Lebensdauer von Batterien verlängern bzw. u.U. auch wiederbeleben.
Die damit behandelte Batterie war danach zwar nicht wie neu, aber doch noch locker ne Saison zu gebrauchen.

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Speedfreak Erstellt am Di 05.01.2010
Zum Laden alleine reicht jedes Billigteil. Zum Laden mit bis zu 250Watt habe ich da noch was ganz spezielles für Hochleistungsakkus im Keller stehen ~hehe~
Aber bei normalen Bleiakkus für Auto&Mopped würde ich dann doch zu einem Ladegerät mit Pflege/Erhaltung/Entsulfatieru​ng​ raten. Und selbst da reicht ein "ordinärer" Procharger von Louis für 50€. Der lädt zwar nur maximal mit 1Ampere, was bei ner 12Ah-Batterie aber ganz genau paßt. Für dickere 40Ah-Akkus fürs Auto taugen die eigentlich auch, aber dann dauerts eben etwas länger.

Missing_mini

Gelöschter Benutzer Erstellt am Do 07.01.2010
Leute....leider ist es NICHT richtig, das für jede
Batterie ein Billigteil reicht!!!
Man unterscheidet, welcher Batterietyp verbaut ist
und wie hoch die Amperezahl ist.
Man unterscheidet unter Blei-Säure-Batterien, Wartungsfreie Batterien (Vlies-Batterien), Gel-Batterien oder gar Reinblei-Batterien.
Dazu benötigt man auch unterschiedliche Ladegeräte, da diese Batterien auch unterschiedliche Ladeimpulse benötigen!!!
Zu diesem Thema gibt es auch spezielle Berichte.
Achtung!!! Verwendet bitte niemals ein Ladegerät,
welches im Kfz-Bereich für Autos verkauft wird!!!
Damit könntet Ihr eure Batterie völlig zerstören
und ggf. sogar zum platzen bringen.
Also Vorsicht!!!
Gruß
Norbert

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Speedfreak Erstellt am Fr 08.01.2010
Jein....
Ein Bleiakku hat je nach Type und auch je nach Marke eine unterschiedliche Energiedichte, und entsprechend unterschiedliche Ladeerhaltungsströme und am wichtigsten: unterschiedliche Ladeschlußspannungen. Die liegen aber dennoch alle zwischen 2,3 und 2,4 Volt. Manche sagen auch gerne grundsätzlich 2,35Volt - aber die meisten Lader machen bei 2,3Volt Schluß um auf Nummer sicher zu gehen.
Daraus resultierte auch die 6Zellen a 2,3Volt = 13,8Volt Spannung der gängigen geregelten Netzteile. Das ist nämlich die Entladeschlußspannung des gängigen CV-Verfahrens der 08/15-Ladegeräte. Also die Spannung eines vollen Akkus.
Impulsladung ist eher was für NiMh und NiCd-Akkus, weil mit den Impulsen besser der Innenwiderstand der Zellen gemessen werden kann.
Zurück zum Laden eines Bleiakkus und zu Deinem berechtigten Einwand: Beachten sollte man, daß Bleiakkus nur mit dem Zehntel ihrer Kapazität geladen werden sollten. Das macht dann bei einem "normalen" Mopped-Akku von 10-14Ah also ein maximum von 1000mA - und mehr können auch nur die wenigsten Ladegeräte.
Sollte man jetzt den Auto-Schnelllader mit 4Ampere an seine Moppedbatterie anklemmen, dann darf man sich nicht über ne kochende Batterie wundern, das ist klar. Aber das Ladeverfahren ist egal, weils für alle Bleiakkus gleich ist. Es wird mit konstanter Spannung von 13,8Volt(minimum) oder 14,2Volt(maximum) geladen, und mit steigendem innenwiderstand(=Ladezustand) der Zellen nimmt auch der Strom entsprechend ab. Die Spannung wird vom Ladegerät konstant gehalten.
Schlaue/moderne Ladegeräte wollen wissen, wieviel Kapazität der Akku hat. Dann Laden sie erstmal ne ganze weile konstant mit dem maximalen Ladestrom der für diese Größe empfohlen ist. Das geht dann auch schon mit geringeren Spannungen. Danach schalten sie um auf Entladeschlußspannung und halten diese Spannung bis kein Strom mehr fließt. Der Akku ist dann voll.
===> Also, guckt beim Ladegerätkauf lieber auf den Ladestrom von maximal einem Zehntel Eurer Batterie - das reicht schon vollkommen.

Missing_mini

Gelöschter Benutzer Erstellt am Fr 08.01.2010
Hi Chris,
ist zwar schön was Du da alles schreibst, aber
leider muß ich Dir widersprechen!
Es ist sehr wichtig, das passende Ladegerät für
die entsprechende Batterie zu verwenden!!!
Die Ladeleistung nur an Volt oder Ampere fest
zu machen ist nicht korrekt. Um die richtige
Ladung zu kontrollieren, müßtest schon ein
Oszilloskop verwenden und dann fällt der
Unterschied auch auf, welcher bei den unterschiedlichen Batterien ausschlaggebend ist.

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Speedfreak Erstellt am Fr 08.01.2010
Dann frage ich mich allerdings, wieso Millionen von Motorrad- Auto- und LKW-Fahrern problemlos ihre Batterien laden - ohne spezielle Impulslader.
Wo hast Du das denn gelesen mit dem Oszilloskop? Ich denke immer noch, daß dies erst bei den letzten 100mVolt zu tragen kommt.

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Mopedjeck Erstellt am Fr 08.01.2010
Was hältst Du von den Mikroprozessor gesteuerten, die angeblich die Art der angeschlossenen Batterien erkennen können?
Bei den BleiAkkus hat sich in den letzten 10 Jahren eine Menge getan!
Wie ist das mit den "frischhalte" - Geräten?
Was passiert beim "entsulphatieren"
Wo liegt der Unterschied beim Laden, z.B. den Wartungsfreien. Im Betrieb werden die Batterien ja auch mit höheren Strömen geladen. Jedoch zwei Stunden mit einem "kleinen" 4 Amp alten KFZ Lader zerstören diese....

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Speedfreak Erstellt am Fr 08.01.2010
Die Art der Batterie kann man nicht erkennen, aber man kann die Anzahl der Zellen bei einigen Akkutypen erkennen, das wird dann aus dem Innenwiderstand berechnet.
Beim Entsuphatieren wird ein ganz kurzer Stromstoß gegeben. (ich glaube im µsec Bereich oder so).
Gute frischhaltegeräte machen einen Entlade/Ladezyklus und zwischendurch entsulphatierung - schlechte liefern nur Ladeerhaltungsspannung.

Missing_mini

Gelöschter Benutzer Erstellt am Fr 08.01.2010
Oszilloskop zum Batterieladen? Wahrscheinlich meinte er einen Datenlogger. Der nimmt die Ladekurve auf. Die kann man dann auf einem Computer betrachten. Solche Geräte sind aber allzuwissenschaftlich, also für Otto Normalverbraucher unnötig und zu teuer. Für so ein High-Tech Ladegerät kann man zwei bis drei neue Batterien kaufen. Ein simples Ladegerät, das den Batterietyp erkennt, oder per Hand einstellen läßt reicht eigentlich, es darf nur nicht mit zu viel Strom die Batterie kaputtladen. Lieber weniger Strom, dafür länger. Ist gesünder als Schnelladen. Das gäbe einer schwachen Batterie den Rest. Überhaupt, eine schwache Batterie ist ohnehin nicht mehr zu retten. Weder mit speziellen Ladeverfahren noch mit irgendwelchen Zauberwässerchen. Da hilft nur eine neue.

Missing_mini

Gelöschter Benutzer Erstellt am Fr 08.01.2010
Speedy, da spricht der Fachmann. Alles korrekt. Es gibt recht preiswert Lade- & Frischhaltegeräte. Nur, eine halbtote Batterie kann man damit auch nicht mehr reparieren.
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