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Gelöschter Benutzer 30.10.2006

Endurolehrgang

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Endurolehrgang

in Bilstain / Belgien
Endurotraining in Bilstain / Belgien
am 21. - 22.10.06 , Ausrichter: www.stefans-enduroshop.de
Den ganzen Bericht mit Bildern findet ihr unter:
http://www.dikki.de und dort unter "Unterwegs"

Über das Internet buchten Tina und ich den bei der o.g. Adresse einen Endurokurs für Einsteiger. Am Samstagmorgen war es dann soweit, die Reise ging mit dem am Vorabend gepackten Auto los. Wir hatten die Anfahrtsbeschreibung durchgelesen und es war klar, dass es erst einmal Richtung Aachen geht, insgesamt maximal 130 km. Der Weg nach Aachen war mir bekannt und es ging über freie Autobahn, trotz zeitweiligem Regen, zügig voran. In der Nähe von Aldenhoven, also nach ca. 70km, fiel mir dann auf, dass wir die Beschreibung auf dem Tisch zuhause liegen gelassen haben *shit*! Irgendwie meinte ich aber im Kopf zu haben: A 44, Abfahrt 37Bis und dann Richtung Limo-dingsbums. Tina meinte, dass wir das schon finden werden und wir fuhren zügig weiter. Abfahrt 37Bis genommen, Richtung Limo-dingsbums und dann sahen wir auch schon ein Schild: "Domaine-Enduro-Trail-sow​ieso".​ Wir folgten den Schildern bis keins mehr kam und fragten dann einen Mopedfahrer der uns aber, da er nun französisch sprach, erst nicht verstand. Nur durch heftiges gestikulieren und dem Wort "Trail" zeigte seine Hand dann in eine Richtung in die wir dann den Kreisverkehr verließen und fanden dann nach kurzer Zeit wirklich das Gelände. Bei unserer Ankunft, so gegen 09:15 Uhr mussten wir kurz warten, dann kam Stefan, öffnete die Schranke und wir fuhren auf das Gelände. Es regnete nicht mehr, aber es war nass.
Ungefähr 16 Teilnehmer hatten sich eingefunden und wurden nach kurzem persönlichen Vorstellen in 2 Gruppen eingeteilt. Nach vorherigem Anmelden konnte man Crossbekleidung kostenlos ausleihen und so bekam ich dann Ellbogen-, Knieschützer, Brustpanzer, Endurohose, -Trikot, -Handschuhe und -Stiefel gestellt -- sehr löblich!!
Meine Gruppe wurde dann von Jessica ( oder Jasmin:-) ) instruiert. Nach dem Erklären der Leih-Bikes und der richtigen Position auf dem Motorrad, es waren meist Suzuki DR 350, ging es dann vorsichtig los.
Wir fuhren ein paar hundert Meter leichte Erd- und Schotterwege ins Gelände und dort begannen dann die Übungen. Zuerst etwas, um ein bißchen Motorradgefühl und die Balance zu entwickeln. Das eigene Bike, welches nicht auf dem Ständer stand wurde vom Fahrer festgehalten und umkreist. Links- und Rechts herum. Dann wurde das laufende Bike -daneben hergehend- mittels dosiertem Kupplungseinsatz geführt. Links und rechts daneben gehend, sowohl in Links- als auch in Rechtskurven. Dabei wurde dann auch gleich das Aufheben bzw. das Bergen in der Ebene vermittelt und praktiziert. Nach einer kleinen Trinkpause am "Basislager" übten wir das Kurvenfahren.
Erst größere Kurven und anschließend kleinere, bei denen dann das Motorrad in die Kurve gedrückt wird und der Fahrer sich zur anderen Seite als Kontergewicht herauslehnt. Übungsziel: Kurvenfahren am Lenkeinschlag. Danach eine kleine Pause und dann nochmals Kurvenfahren. Diesmal wurden ein paar Hütchen aufgestellt, die umfahren werden mussten und im Anschluss daran sollte dann ein enger Kreis innerhalb eines mit Pylonen abgesteckten Quadrats gefahren werden. Hier zeigte sich bei einem Teilnehmer, dass dies mit seiner selbst mitgebrachten strassenzugelassenen Husquarna nicht möglich ist, da der Lenkeinschlag dazu nicht ausreichte.
Die nächste Übung war das Bremsen auf losem Untergrund. Erst nur hinten und dann beide Bremsen nutzend.
Danach eine Übung zum Bergen des Motorrads am Hang, also zB. an einem Hang den man nicht bewältigen konnte. Eigentlich mit so einer leichten Enduro gar kein Hexenwerk. Ein paar Punkte die man beachten muss, die logisch sind, aber bestimmt von jemandem der sich noch nie damit auseinandergesetzt hat, falsch gemacht werden, wenn man in "Panik" sein Bike wieder vom Berg bekommen soll. Mit der DR ging es ganz gut, wie das allerdings bei einer 5 Zentner Reiseenduro klappen soll, obwohl es die gleichen Punkte zu beachten gilt!!, weiss ich auch noch nicht.
Am Abend wurde -von einigen "heimschlafenden" Teilnehmern ausgenommen- gemütlich beisammen gesessen, gegrillt und getrunken.
Gegen 23:30 Uhr verabschiedeten Tina und ich uns, um in den angemieteten Zimmern auf dem Gelände zu schlafen. In den sehr sauberen Zimmern standen 2 Etagenbetten, allerdings betrug die Temperatur im Zimmer ca. 28°C , trotz geöffnetem Fenster und ließ uns nicht vernünftig schlafen. Erschwerend kam noch die laute Disko im Erdgeschoss, direkt unter den Zimmern, hinzu.
Gemeinsam wurde an nächsten Tag gefrühstückt und danach weiter enduriert :-). Heute stellte GasGas, ein Motorradhersteller, seine neuen Modelle vor, weshalb das Gelände sehr stark frequentiert war. Viele Bereiche waren mit Flatterband abgesperrt und konnten nicht genutzt werden. Nach kurzem Einrollen stand das Bezwingen einer Steilauffahrt auf dem Programm. Auch hier war der vorgesehene Übungshügel belegt und wir mussten uns einen Ausweichhügel suchen. Nachdem Jessica theoretisch erklärt hatte und die Sektion einmal vorgefahren war, taten wir es ihr nach. Dabei gab ein Teilnehmer etwas zuviel Gas und überschlug sich rücklings. Im passierte dabei nichts, das Motorrad dagegen fiel auf einen Stein der aus dem Boden herausragte und drückte den Vergaser aus den Gummis zwischen Zylinder und Luftfilter. Jessica holte Werkzeug und wir beide machten dann das Bike wieder fit. Die Aufahrt war ihr als Verantwortliche dann doch zu steil und wir suchten nach einem anderen Hügel.
Da wir keine Auffahrt mit größerem Vorplatz zum Gucken für alle fanden, entschlossen wir uns für "learning by doing" und fuhren weiter kreuz und quer durchs Gelände und steigerten langsam dabei den Anspruch. Zwischendurch wurde auch das Bremsen bei der Steilabfahrt besprochen und geübt. Gegen 16:00 Uhr war Kursende.
In Tinas Gruppe verlief es ähnlich, nur dass dort eine Teilnehmerinnen dabei war, die viel zu ängstlich war. Ihre Lieblingssätze lauteten: "Das kann ich aber nicht", "da hab ich aber Angst" -weshalb der Ablauf sich deutlich verzögerte. Erwähnenswert ist dabei vielleicht, dass sie eine der wenigen Personen war, die mit eigener Maschine auf dem Anhänger angereist kam und in ihrer kompletten Ausstattung äußerlich recht profihaft wirkte.
Fazit: Macht Spass, ist das Geld wert. Stefan und Jessica haben gut vermittelt und sind recht locker drauf. Leider war am Sonntag die Strecke zu voll.
Prädikat: Sehr empfehlenswert

Kommentare


ABSENDEN

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heike1303
Hallo Dirk
Ich hab deinen Bericht schon vor meinem Urlaub gelesen und die 10 Points hast du auch schon bekommen. Nun bin ich zurück und kann dir auch noch schreiben... toller Bericht :)
Ich war in den paar Tagen Urlaub auch wieder ein wenig Schottersträsschen fahren. Ohne einen vorherigen Endurokurs wäre ich das auf keinen Fall gefahren, aber dazu mehr in meinem Bericht... der wohl innerhalb der nächsten Wochen erscheint. *fg*
Gruss Heike
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Megarider
Hallo Dirk.
Klasse Bericht und super beschrieben. Habe ich mir direkt mal für nächstes Jahr notiert. Vorallem dass man da alles leihen kann und nichts mitbringen muss finde ich genial.
Kannst du noch was zu den Preisen sagen, die du letztendlich unter dem Strich bezahlt hast? Auf der Webseite steht nur der Preis für das Leihmopped und die Kursgebühr. Was hat die Übernachtung, Verpflegung und Leihgebühr für die Ausrüstung gekostet??
Linke Hand zum Gruß,
Henry :o)
Ach ja: Natürlich 10 Punkte! ;-)
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Missing_mini
Gelöschter Benutzer
da schließe ich mich dem micha an ;-) aber bei mir steht nun erstmal wieder supermoto auf dem trainingsplan ;-) und enduro dann lieber wenns draußen wieder besser wetter ist...
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Hetero
och ja, da möcht man gerne auch mal probieren :-)
appetitlich geschrieben :-)
Danke, Micha
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guckie1960
hi Dirk,
sag ich doch schon seit langem (um nicht zu sagen seit Anfang an) ;-)
Wer ´ne Huddel auf Schotter beherrscht, der hat üblicherweise auch auf der Straße keine Probleme damit.
Deswegen kann es sicherlich nix schaden, mal so´nen Kurs mitgemacht zu haben. Dann macht man sich auch nicht gleich in´s Höschen, wenn´s Hinterrad mal ´n bissi ausbüchst. (Es soll ja auf so manchen Straßenabschnitten gelegentlich auch mal Split geben;-))
Wenn sie denn tatsächlich mal umkippen sollte, hat man ja zumindest schon mal das Hochwuchten geübt und stellt sich nicht ganz so deppert an.
*g*
übrigens:
schön geschriebener Bericht, der Spaß auf den Besuch so´ner Veranstraltung macht.
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Gelöschter Benutzer
Endurotraining in Bilstain / Belgien
am 21. - 22.10.06 , Ausrichter: www.stefans-enduroshop.de
Den ganzen Bericht mit Bildern findet ihr unter:
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