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Torro1965 07.10.2008

Pyrenäen 2008.1

Wegstrecke 0 km
Länder/Regionen/
Wegpunkte
Pyrenäen
Straßenart
Tour-Motorrad
Schwierigkeit
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Pyrenäen 2008.1

1. Tourentag
Mittwoch, 03.09.08 von Nürnberg nach Neu Isenburg
http://www.moto-aventura.com
Die Vorbereitungen mit Planung der An- und Rückfahrt mit dem DB-Autozug, der Buchung der Übernachtungen in Ainsa und Os de Civis, Testen der neuen, digitalen Helmkamera und des Aufnahmesystems, sowie der Ausarbeitung der einzelnen Etappen waren soweit abgeschlossen und so konnte es dann am 03.09. endlich nach Neu Isenburg zur Verladung auf den Autoreisezug gehen. Da die Anfahrt nach Neu Isenburg ebenfalls als Tour geplant war – wir wollten auf keinen Fall einen einzigen Tag unseres wertvollen Mopedurlaubes verschwenden – war als Treffpunkt 10.00 Uhr am Parkplatz des Fernmeldeturmes in Nürnberg ausgemacht.

Und hier erfolgte gleich die erste „positive“ Überraschung (oder sollte ich besser sagen Schock) für den Großteil des Teams. Der Koffer (Robert) hatte sich, nachdem er seine gute alte Gummikuh mit einer waghalsigen Evil-Knivel-Nummer in Tunesien teilgeschrottet hatte, ein nagelneues Teil von Moped rausgelassen.

Die Nerven müssen bei einigen unserer Supersportler blank gelegen sein, als sie feststellen durften, dass Robert mit seiner neuen Gummikuh PS-mäßig einen mächtigen Satz (ein Drittel mehr PS) machte und somit gefährlich in ihre Nähe rückte. Allein die fahrerische Umsetzung der neuen „Dampfkuh“ würde zeigen, wie groß der Unterschied dann noch sein würde.
Die sogenannte Anfahrtsetappe war im Großen und Ganzen so gewählt, dass man jederzeit auch auf die schnellere Variante, der A3 umsteigen konnte. Zwischen unserer Abfahrt in Nürnberg und dem durch die DB vorgegebenen Verladeschluss der Motorräder lagen zwar immerhin knappe 9 Stunden Zeit. Aber man weis ja nie wie es kommt. Die Etappe selbst betrug insgesamt 290 km und bewegte sich grob zunächst im Bereich des Steigerwaldes, den Main entlang und schließlich durch den Odenwald nach Neu Isenburg.
Die genaue Anfahrtsetappe mit Wegpunkten zum Herunterladen kann man unter http://www.gpsies.com/map.do?f​ileId=ipnwtlvowtbtkqhr​ finden.
Das Reisewetter für diesen Tag war in den einschlägigen Internetseiten als wechselhaft vorhergesagt, für Hessen teilweise starke Regenfälle. Bis kurz vor Neu Isenburg hatten wir ziemlich Glück aber dann hatte es uns doch noch erwischt. Es regnete derart heftig, dass wir uns für die knapp 30 km bis Neu Isenburg doch mal in Schale werfen mussten. Ärgerlich, aber besser als wenn man die Zeit bis zur Abfahrt durchnässt in der Bahnhofskneipe verbringen musste. Insgesamt gesehen hatte die Tour mit dem Befahren des linken und rechten Mainufers ihr Highlight.
Nach diversen Pausen (hier konnte Markus seiner Sucht frönen und ich mitschnorren) und Tankstopps (Frönen und Schnorren inbegriffen), sowie einer ausgiebigen Mittagspause (F + S versteht sich von selbst), trafen wir ziemlich glücklich gut zwei Stunden vor der eigentlichen Abfahrtszeit in Neu Isenburg ein. Zu erwähnen wäre hier die kleine Anekdote in der Wolfi von Markus zur „Uniformität“ „überredet“ wurde. Unser Wolfi hatte wohl in der ganzen Aufregung vergessen, wie ausgemacht zur Abfahrt unser selbstbedrucktes Pyrenäen 2008 T-Shirt anzuziehen.

Wahrscheinlich hat er wieder mal die „Schnauze voll“ gehabt.
Die Maschinen konnten noch vor dem eigentlichen Verladezeitpunkt auf den Autotransporter der DB gefahren werden.


An dieser Stelle ein Dankeschön an die hervorragende Arbeit der beiden fixen Jungs am Verladebahnhof Neu Isenburg, denen wir dann für ihren Feierabend noch ein paar Döschen reinen Gerstensaftes spendierten. Immerhin hatten wir dann noch soviel Zeit, dass wir für unser körperliches Wohl in der Bahnhofskneipe sorgen konnten.


Dermaßen gestärkt begaben wir uns alsbald in unsere zugewiesenen „Gemächer“. Bekanntermaßen belegt die DB jedes Schlafabteil maximal mit 5 Personen, sodass der Gixxer (Thomas) leider in ein anderes Abteil ausgelagert werden musste. In dem Zusammenhang hätte es fast noch eine Problematik mit älteren Herrschaften gegeben, da ich mich auf der Suche nach Thomas Abteil in der Adresse geirrt hatte. Der böse Spruch von Geriatrie-Ausflug machte die Runde (langsam Reiten Cowboy...da kommen wir alle mal hin). Aber das ist wieder eine andere Geschichte.
Abteile waren bezogen und damit das kurz vorher erlangte leibliche Wohl nicht durch einen Blutzuckersturz in Gefahr geraten zu lassen, waren auch hier Vorkehrungen getroffen.
Schließlich war auch noch eine Darstellung „erster Kajüte“ geboten über die sich so mancher Mitreisende köstlich amüsiert haben muss. Dennoch ließen wir uns nicht in unserem Gebaren stören und ließen unseren „Emotionen“ freien Lauf.
Party On People!

Hier die Teilnehmer des Dramas noch mal im Einzelnen:


Da war wirklich vom wahnsinnigen Bressot-Verkäufer über den abgespaceten Bistro-Alphonse, einem spanischen Eseltreiber, Charlie Chan, zwei Versionen des alten 50 Mark-Scheines fast jedes Gesicht vertreten.
Abgesehen von weiteren, kleineren Showeinlagen ging glücklicherweise auch diese Nacht ihrem Ende entgegen...

...sodaß dem Morgen in Südfrankreich graute.
Hier zeigte sich bereits das Selbstverständnis der Truppe.

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